Spanienausflug 2009

wer fliegt wohin? flyin´s, ausflüge usw.
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mogas
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Re: Spanienausflug 2009

#16 Beitrag von mogas » 07.12.2008 13:36

Das Wetter ist grad eben so gar net zum Fliegen. Deshalb hab ich schon mal an einer Route gebastelt. Treffpunkt ist Heubach, dort gibt’s Mogas. Der Platz liegt auch meteorologisch besser als z.B. Bremgarten wegen der dort häufigen Überentwicklungen. Sollte das der Fall sein, kann von Heubach aus weiter nördlich nach Frankreich geflogen werden.

Weil ich jemand bin, der die gleiche Strecke nicht unbedingt auf Hin- und Rückflug fliegen möchte, geht’s auf dem ersten Leg nun doch ins Rhoenetal. Ich setze dabei auf den Mistral, der mir im Rücken lieber ist als auf der Nase. Wenn dem so ist, sollte an einem Tag problemlos LFMZ Lezignan zu erreichen sein. Für Tankstops bieten sich LFLM Macon-Charnay und/oder LFLQ Montelimar-Ancone an.

Bei der Auswahl der Plätze waren folgende Kriterien ausschlaggebend:
Flugzeit zwischen den Legs 2 bis max 3h (irgendwann muss man halt mal Pipi)
Avgas oder besser Mogas
Positives Pirep hier oder bei http://www.eddh.de
Englischer Sprechfunk (oder gar keiner)
Nähe zu einer Stadt für ungeplante Stops
Evtl Werft am Platz

Am nächsten Tag hätte ich dann schon an den Sprung nach Mallorca gedacht (sofern wir dorthin wollen). Routing mit einem Tankstop in LEGE Girona.
In Mallorca evtl. einen Tag relaxen.

Dann geht’s über Ibiza in westliche Richtung wieder zum Festland. Weiter an der Küste entlang, über Wasser wegen der vermuteten Thermik und der Kontrollzone von Valenzia nach LECN Castellon de la Palma. Wer sich die Pireps zu Castellon durchliest will dorthin und den Rest des Tages dort bleiben.

Mittlerweile hab ich auch mit Heiwi telefoniert. Leider hat er zu dieser Zeit sein Winterlager in Spanien schon abgebaut und ist wieder in D. Er wäre aber daran interessiert, mitzufliegen. Also, wenn jemand einen erfahrenen Co sucht …

Anderntags - möglichst früh wegen möglicher Überentwicklungen und Thermik - geht’s über die Pyrenäen zu dem Plätzchen LF8252. Tankstop in LFCB Bagneres.
@Andreas: dein Angebot steht noch? Dürfen in LF8252 auch Echo-Fasci bzw. Katana landen? Eine Airbusführung wäre schon interessant. Schau mer mal, was die Teilnehmer sagen.

Dann sind wir auch schon wieder auf dem Rückweg. Mit einer gewünschten Südwestlage sollte auch der Wind passen, um dieses Leg in einem Tag zu schaffen. Tankstop in LFHY Moulins. Das Land ist hier flach und links und rechts sind jede Menge Alternates für den Fall von Schlechtwetter.

Wenn ich jetzt richtig zähle, wären wir insgesamt 5 bis 7 Tage unterwegs je nachdem wie lange wir in Mallorca und LF8252 bleiben. Und dann ist natürlich noch das große unbekannte, das Wetter. Im Süden sollten wir eigentlich trocken bleiben aber die Legs dahin und zurück können schon zu einem ungeplanten Stop führen. Ich denke, davon sollte man die Aufenthaltsdauer abhängig machen.

Die Details zu den Legs sind im Navlog ersichtlich. Ist alles nur ein Vorschlag. Wichtig wäre zu wissen, ob wir den Hüpfer nach Mallorca machen oder auf dem Festland bleiben. Persönlich war ich schon 2mal in Son Bonet. Der Platz ist perfekt und super easy anzufliegen. Klar, es geht mindestens 1:15h über Wasser, davon ca. 40 Min ohne Sichtkontakt zum Land. Auch muss ca. 35NM vor Mallorca in max 6000 ft geflogen werden um den Linern nicht in die Quere zu kommen. Noch was: es ist zu dieser Zeit Feriensaison. Also müssen wir uns rechtzeitig um Zimmer kümmern.

Wünsche, Vorschläge und natürlich Kritik jederzeit.

Froh Flug
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jona
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Re: Spanienausflug 2009

#17 Beitrag von jona » 07.01.2009 16:16

Hallo Fasci-Freunde,
Sicher, das Angebot steht noch.
Der Platz (Maubec-Solomiac) hat 2 sich kreuzende Graspisten.
Ich bin zwar auch schon Mal mit meiner Fasci in N-S Richtung (180m!) gelandet (unter Ausnützung der Steigung), würde euch aber dennoch die 15/33 (500m) empfehlen. Hier der link von nav2000: http://www.nav2000.com/pf/detail.asp?se ... aci=LF8252
Meistens (wg. "Vent d'Autan") steht der Wind günstig.
Die Graspiste wird regelmäßig (von mir) gemäht und ist auch bei Nässe gut benutzbar da der Untergrund etwas felsig ist, aber keine Angst um's Fahrwerk.
Zum Thema "E": Ich glaube nicht, daß hier jemand den Unterschied bemerkt. In "F" sieht man das nicht so 'eng'.
Wir haben zwar keine Tanke am Platz, aber der Tankwart ist Mitglied in unserem Verein (vielleicht deswegen), obwohl er sonst mit dem Fliegen nichts am Hut hat!
Seine Tankstelle ist nur 2 km entfernt und mit meinem Pkw kann ich euch hin und her fahren.
Auch, um alles andere, was gerade mal nötig ist, zu besorgen.
Hallenplätze haben wir im Moment zwar keine mehr frei, aber der Platz liegt rel. geschützt (kl. Wäldchen) und der nächste Nachbar, ein Landwirt - auch Mitglied unseres Vereins - hat ein wachsames Auge (und eine Flinte!).
Außerdem denke ich, daß wir abends am Platz gemeinsam grillen/essen u. feiern können/sollten. In einem Container haben wir Tische u. Bänke für mehr als 100 Personen, die wir sonst auch für unsere Vereinsfeiern auch benützen.
D.h. solltet ihr auf der Route bei uns vorbeikommen sollte es an nichts mangeln.
Bzgl. Fliegen in "F" hier noch ein paar Tipps.
Anscheinend haben dt. Piloten manchmal Berührungsängste was das Fliegen in "F" angeht.
Wieso, kann ich mir nicht erklären, weil ich erst hier, also in "F", meinen Schein gemacht habe.
Generell sollte man natürlich die Kontrollzonen beachten.
Besonders aber die, in der Karte rot eingezeichneten, Militärzonen. Meistens sind dies Couloirs, also Korridore, für 'schnell und niedrig' fliegende Kampfjets (so wie alle Fasci's ;-)).
Diese sind meistens aber nur zeitweise aktiv.
Die Zeiten kann man sich aus einem Buch holen, so wie ich das jahrelang praktiziert habe, oder aber per NOTAM, oder über folgende automatische Tel.Ansage:
Nr. +33(0)800245466 - allerdings nur auf französisch.
Die anderen 'roten' Zonen sind direkt an den Militärflughäfen, 24h aktiv und natürlich genauestens zu beachten.
Die 'blauen' Zonen A,..F erfordern je nachdem Funkkontakt und evtl. Transponder.
Wenn ich mit dem UL unterwegs bin versuche ich, wenn's möglich ist, auch diese zu umgehen.
So habe ich mir, um schnell und 'ungestört' nach 'D' (EDGB) und zurück zu kommen eine Strecke mit einer Zwischenlandung in Til-Chatel (liegt) N-O von Dijon
gewählt. Eure Route wird euch wahrscheinlich etwas östlicher durchs Rhonetal führen. Das ist meine Altn. route, wenn's in der Auvergne mal dicht ist.
In 'F' kann man eigentlich immer, an jedem Platz, landen, auch wenn dieser im Tower nicht besetzt ist.
Das ist auf den Anflugkarten mit A/A vermerkt.
Falls keine Frequenz angegeben ist 123.5 wählen, so wie überall nehme ich an.
Das was weiter oben über Spanien gesagt wurde (kein Flugplan für Ul's) gilt, wenn diese sich unterhalb 1000' aufhalten. Die gleiche Diskussion (Flugplan) hatte ich auch schon in Ampuria Brava. Aber um die Landegebühr (10 €) bin ich dennoch nich herumgekommen. Seitdem fliege ich Estartit (etwas südlicher) an. Dieser Platz liegt fast am Meer, so wie Castellon de la Plana, und es ist natürlich viel weniger los. Da sollte man in Ampuria schon höllisch aufpassen (Fallschirmspringer aus 12000'). Je nach Jahreszeit ist es schon vorgekommen, daß ich dort fast ne halbe Stunde mit laufendem Motor auf die Startfreigabe warten mußte, weil ständig eine Pilatus rein- u. raus ging. Und auf aktive Landebahn u/o Windrichtung nehmen die keine Rücksicht; die reinste Massenabfertigung. Aber man sollte es schon mal gesehen haben!
Falls ihr noch einen Tag Zeit habt, können wir auch die Besichtigung der A380 Final Assembly Line durchführen.
Dazu bräuchte ich (vorher) von jedem Name, Vorname, Geb.datum u. -ort und Nationalität.
Mit diesen Daten würde ich eine Besichtigung beantragen.
Ich hoffe, daß euch die Route über Maubec führt.
Auch wenn dies nicht der Fall sein sollte, könnt ihr mich natürlich kontaktieren, wenn es irgendwelche Fragen übers Fliegen in 'F' geben sollte oder auch etwas auf französisch zu regeln gibt.

Fliegergruß u. bis bald,

Andreas

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Re: Spanienausflug 2009

#18 Beitrag von mogas » 03.03.2009 17:35

Servus Freunde,

langsam lüftet´s warm durch - es wird Zeit in die Grobplanung zu gehen.
Wichtigste Frage vorweg: wie schauts aus, wer ist dabei oder hat zumindest Interesse? Ich hätte gerne eine Rückmeldung zu folgenden Punkten (per Mail an mogas@gmx.de oder hier im Forum):

Terminvorschlag
31.5./1.6. Pfingstwochenende
11. bis 14.6. Ausweichtermin mit Feiertag Fronleichnam
weitere Terminvorschläge?

Dauer
wie lange kannst du? Bitte für alle Termine getrennt bestätigen (ohne Reservetag, siehe weiter unten)

Reiseziel
grundsätzlich natürlich davon abhängig, wie lange wir unterwegs sein können. Aber nehmen wir mal optimale 4-5 Tage und gutes Wetter an, wohin willst du unbedingt oder gar nicht:

Französische Atlantikküste Vendée Air Park ja/nein
Mallorca ja/nein
Ibiza ja/nein
Pyrenäen ja/nein
LF8252 (Platz von Andreas) Besichtung Airbus ja/nein
weiteres Ziel?

Ich würde auch gerne einen Plan B machen: wenn die Wetterlage vernünftigen Sichtflug in Westrichtung verhindert, welches alternative Ziel kommt dir am nächsten (bitte in der Wunschreihenfolge nennen):

Norden: Holland z.B. Insel Texel, dann in Ostrichtung Inselhüpfen oder umgekehrt
Osten: Polen, Tschechei, Slowakei: gutes Bier, preiswerte Übernachtung
Südosten 1: Ungarn z.B. Budapest, Balaton bis nach Jakabszállás http://www.aerohotel.hu
Südosten 2: Slowenien, Kroatien z.B. Portoroz, Pula, Losinj
Süden: Norditalien z.B. Lido/Venedig, Elba
eigene Vorschläge!?

Mir persönlich ist eigentlich alles lieb und recht. Für die ganze Tour habe ich nur eine Voraussetzung: es müssen mindestens 4 Flieger fix sein. Egal ab D4 oder D4BK, UL oder Echo aber auch jeder andere Flieger sofern er 115kt resp. 220 km/h im Reiseflug macht. Auslandserfahrung spielt keine Rolle. BZF1 ist für Auslandsflüge zwar vorgeschrieben aber ich behaupte mal, dass jemand mit guter Erfahrung im deutschen Funk, brauchbaren Englisch und den paar Spezialphrasen problemlos durchkommt zumal wir - wenn möglich - in "Formation" fliegen, also nur einer funkt und der Rest hört. Wer sein Fliegerenglisch auffrischen möchte findet im Fliegertaschenkalender die wichtigsten Phrasen.

Fliegerisch sollte man einigermaßen fit sein: 30h im letzten Jahr dürften so die Mindestvoraussetzung sein, das muss aber jeder für sich selbst beurteilen. Hochsommerliches Thermikgeschaukle, Höhenflüge bis FL100 oder mal leichter Regen sollten halt keine Probleme machen. Definitiv werde ich aber kein Leg antreten ohne Garantie, dass dies auch sauber in VFR durchführbar ist. Nicht zuletzt dafür macht es Sinn, nach hinten immer wenigstens 1 Tage Reserve einzuplanen.

Alleroberste Priorität hat Sicherheit und natürlich Spaß!

Weil es für den einen oder anderen vielleicht das erste mal ist, auf längere Auslandstour zu gehen würde ich mir auch wünschen, dass ein paar alte Hasen dabei sind. Jeder soll von so einer Tour was mitnehmen und im Idealfall hinterher selbst ganz locker solche Flüge angehen.

Ganz klar, ich bin weder Reiseunternehmer noch Kontrolleur. Jeder fliegt in eigener Verantwortung. Mein Part ist deshalb nur, diesen Haufen zusammen zu bringen und die Grobplanung zu machen. Ansonsten bin ich bei allen Fragen zur Detailplanung auf der Strecke sehr gerne behilflich sei es Wetter, Route, Flugplan usw. Ich bringe einfach nur meine Erfahrung aus der Berufsfliegerei / Motorflugschulung mit ein was aber sicher nicht heißt, dass ich über alles und jedes Bescheid weiß. Kurzum, es muss schon jeder ein bisserl mitdenken und ggf. mit anpacken.

Eure Antwort sollte bis in 3 Wochen vorliegen. Es muss sich auch noch keiner verbindlich festlegen. In jedem Fall werden wir uns im April dann noch mal treffen und über die Details sprechen. Dann erwarte ich aber ein klares Go oder Nogo.

So, ich glaube ich habe alles gesagt, was mir so wichtig erscheint. Lasst von euch hören!

Froh Flug

René

Gerhard Pirner
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Re: Spanienausflug 2009

#19 Beitrag von Gerhard Pirner » 08.03.2009 23:00

Hallo René,

ich bin zusammen mit Josef Nettl mit der D-MWWW dabei.

Zu Deinen Fragen:

Termine:
Pfingstwochenende ok, Reisedauer bis 7 Tage möglich
11. - 14. Juni ebenfalls ok, Reisedauer bis 7 Tage möglich

Wunschziele:
Französische Atlantikküste Vendée Air Park, nicht unbedingt
Mallorca ja
Ibiza ja
Pyrenäen ja
LF8252 (Platz von Andreas) Besichtung Airbus ja

Wunschreihenfolge der Alternativen:

Norden: Holland z.B. Insel Texel, dann in Ostrichtung Inselhüpfen oder umgekehrt
evtl. England
Südosten 2: Slowenien, Kroatien z.B. Portoroz, Pula, Losinj
Süden: Norditalien z.B. Lido/Venedig, Elba
Südosten 1: Ungarn z.B. Budapest, Balaton bis nach Jakabszállás http://www.aerohotel.hu
Osten: Polen, Tschechei, Slowakei: gutes Bier, preiswerte Übernachtung

Bin gespannt, wie groß unser Fasci-Geschwader wird.

Gruß

Gerhard Pirner
D4BK D-MWWW

mogas
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Re: Spanienausflug 2009

#20 Beitrag von mogas » 21.03.2009 09:29

Moin Leute,

die Sache läuft! An einem der nächsten Wochenenden werden wir uns treffen und über die Details schnacken. Zeitpunkt und Ort mache ich telefonisch mit den bisher gemeldeten aus.
Sollte noch jemand Interesse haben, bitte ganz schnell Mail an mogas@gmx.de.

Und ich geh jetzt fliegen: Charlie-Charlie-Charlie soweit das Auge reicht. Fliegerherz, was willste mehr??

Froh Flug

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Re: Spanienausflug 2009

#21 Beitrag von mogas » 02.06.2009 07:24

Die Fascination-Formation ist wieder zurück! Ohne Ausfälle oder größere Probleme ging es mit einem halben Dutzend Fascis (inkl. einer D4B!) in 4 Tagen quer durch Frankreich, entlang der Costa Brava und als krönenden Abschluss der "Hüpfer" nach Mallorca. Alle die dabei waren sind um viele schöne Eindrücke, Erfahrungen und Flugstunden reicher und können superstolz auf diese Leistung sein.

Froh Flug


Logisch, ein kleines Logbuch mit vielen Bildern folgt.

tobik
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Re: Spanienausflug 2009

#22 Beitrag von tobik » 02.06.2009 17:06

Saustark!

Hobbypilot38
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Re: Spanienausflug 2009

#23 Beitrag von Hobbypilot38 » 07.06.2009 11:21

freut mich zu lesen das ihr einen schönen spanienausflug hattet! bin echt gespannt auf die bilder!

heiwi
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Re: Spanienausflug 2009

#24 Beitrag von heiwi » 09.06.2009 16:05

Hallo Gemeinde!Ich hätte auch sehr gerne etwas vom Spanienausflug von Euch gehöhrt,wo ich doch das den vielleicht den anstoß dazu gegeben habe.Ich konnte leider nicht mit,denn ich habe nichts mehr von Euch über dieses Thema erfaren.Bie dann mit einem Schwezer Freund und seiner C 22 den Sachsnmaraton geflogen..War nach solanger Zeit ohne meinen Flieger auch mal wieder ganz schön.nun Tschüß Heiwi D-MOIK

Carlson
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Re: Spanienausflug 2009

#25 Beitrag von Carlson » 10.06.2009 10:33

:!: :?: :?: :?: Fotos :?: :?: :?: :?: :!:

DEKOE
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Re: Spanienausflug 2009

#26 Beitrag von DEKOE » 10.06.2009 20:23

Hallo Gemeinde!

Wer wünscht sich nicht so ein Foto von sich und seinem Baby..... mit Spaniens Küste als Hintergrund. Danke Micha B. :lol: Der Rest der Fotos folgt, denke ich mal.
D-EKOE-Küste (2).jpg
....oder der Hans mit seiner Fascination im Hintergrund der Mont Blanc
PICT0014.JPG
....oder der Michael mit seinem Baby im Hintergrund die Pyrenäen
PICT0021.JPG
....oder über Mallorca im "Long Final Runway 23 for Landing Son Bonet"
Dateianhänge
PICT0073.JPG
Mit Fliegergruß
Uli

mogas
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Re: Spanienausflug 2009

#27 Beitrag von mogas » 13.06.2009 21:42

Fascination-Formation über Mallorca

Kann es tatsächlich sein, dass unser Spanienausflug stattfindet ohne eine einzige Absage? Ich konnte es gar nicht glauben! Bis zur letzten Minute rechnete ich mit einer Absage aus welchen Gründen auch immer. Und dann ruft ausgerechnet Uli an! Der, der eine Bank ist wenn er mal eine Zusage macht. Am Telefon klang er wie das Leiden Christi oder zumindest so, als ob er am Tag davor einen Kasten Scherdel vernichtet hätte. Eine Grippe hatte ihn erwischt aber richtig. Shit, Uli war als zweiter Formation-Leader geplant womit das halbe Dutzend Fascis ideal aufgeteilt werden konnte. O.K., dann muss es eben mit einer Formation gehen.

Freitag, 29.5. – Was jetzt kaputt geht, kann später nicht ausfallen ..
Abflug um 9 Uhr, bestes Flugwetter mit ein bisserl Rückenwind. So war der Weg nach Bremgarten relaxtes Fliegen. Ich höre die FIS mit, bin aber selbst nicht On Air. Das üblich An- und Abmelden, es ist gut was los an einem Freitagmorgen denk ich als mir fast das Headset vom Kopf rutscht: „DEKOE, VFR from Hof to Bremgarten, Position blablabla usw“. Ich schmeiß mich weg. Uli der Saubär hat seinen "Rausch" ausgeschlafen und ist auf den Weg nach Bremgarten! Jetzt passts und die Sache ist rund.

Landung in Bremgarten und ich sehe, dass die Propellerverstellung nicht auf die kleinste Steigung geht. Wurscht, die Piste ist ja mehr als ausreichend. Erst mal s´Fliegerle sauber hinsetzen und dann checken. Schnell ist klar, dass der Verstellmotor net tut. Das kann nur an den Motorkontakten liegen. Mit Werkzeug sind wir gut versorgt aber den passenden Ministecker haben wir nicht im Gepäck. "Fängt ja schon gut an" denk ich aber ein Gutes hat es: was jetzt kaputt geht kann später nicht ausfallen.
P1010155.JPG
Heinz Koralla, schießt es mir durch den Kopf! Der hat doch hier seine Basis. Ich kenn ihn von den deutschen UL-Meisterschaften auch bei der Fasci-Story hat er mitgeholfen.
Und er ist zuhause. Heinz macht nicht lang rum, der Flieger wird in seine blitzsaubere Halle geschoben, Werkzeug bereit gelegt und in Kürze war alles wieder paletti. Es tut gut jemanden zu kennen, der genau um die Probleme weiß die man als Pilot an fremden Plätzen hat, wenn man Hilfe braucht. Seine Philosophie ist meine: lass einen Flieger nicht im Regen stehen. Vielen Dank Heinz!

Gar nicht Nouvelle Couisine: Französiches Luftraumgulasch
Mittlerweile ist auch Uli eingetroffen und wir sind komplett. Beim ersten Briefing stecken wir die Legs für den heutigen Tag ab. Wer in Frankreich schon mal unterwegs war weiß, dass man dieses undurchsichtige Wirrwarr an Lufträumen und Sperrgebieten fast nicht umgehen kann mal davon abgesehen, dass es in bockiger Luft fast unmöglich ist, mit der Karte sauber zu navigieren und dabei die Luftraumstruktur horizontal und vertikal zu erfassen. Das Zauberwort sind die ATC-Frequenzen. Einmal den Einstieg geschafft nehmen einen die an die Hand und geben Clearences für alle möglichen Lufräume, ja, auch für Charly und Delta. Directs werden oft problemlos bestätigt und kommt man doch mal einen aktiven Luftraum zu nahe und kann diesen auf der Karte nicht gleich lokalisieren wird eben nach einem Vektor gefragt. Eine Heading-Empfehlung lässt dann nicht lange auf sich warten.
Spanien.jpg
So geht’s dann auch in EDTG los. Wir haben zwei Formationen gebildet. Leader ist Uli bei der einen und ich bei der anderen. Uli macht den Anfang. Auch wir schieben das Gas rein als die erste Formation im Querabflug ist. Da hätte ich wohl besser noch etwas länger warten sollen den schon kurze Zeit später wird sich das rächen. Schnell ist die erste Formation fast außer Sichtweite, nur manchmal blitzt noch was in der Sonne viele Meilen voraus. Dann sind sie ganz weg und nur noch am Funk zu hören. Im Formation-Flight funkt nur der Leader, auch der Transpondersquawk wird nur von ihm gerastet. Die anderen lauschen nur mit, müssen aber höllisch aufpassen, keinen der häufigen Frequenzwechsel zu verpassen damit sie wissen was los ist. Es gibt zwar eine Übersichtskarte der ATC-Frequenzen aber es kommen noch Wechsel zu Approach, Tower und Militär dazu also völlig ohne System. Die vorher angefertigte Frequenzliste ist deshalb nur Backup falls mal der Kontakt abreißen sollte. Ich bemühe mich deshalb super klar zu sprechen um ja keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. Auch ist es für uns etwas einfacher weil wir ja den Frequenzwechsel von Uli schon mitbekommen und meistens schon mal vorrasten können.

Fascination Near Miss
Uns shakte es grad eben wieder so richtig in grade mal 3500ft durch, als uns keine 200ft darüber die Formation von Uli kreutzt! Woaa, das war knapp, die haben uns sicher gar nicht gesehen und ich erst als es eh zu spät gewesen wäre. Keine Ahnung wo sie die Strecke verloren haben, auf einmal waren sie da. Ich nehm sofort das Gas raus und lass sie ziehen, dass darf nicht noch mal vorkommen. Es erinnert uns daran, dass wir bei aller Kontrolle durch die ATC immer noch VFR unterwegs sind.

Es bockt heftig weiter. Uli will nicht recht nach einem Climb requesten vermutlich weil wir mitten im Charly von Lyon sind, dann mach ich es eben und wir bekommen prompt die Freigabe für 5500 ft. Ulis Formation macht es nach und steigt ebenfalls, na also, geht doch. Über der leichten Inversion und jetzt ruhiger Luft kommen die Westalpen in voller Pracht zum Vorschein und mitten drin der Mont Blanc mit einer Horde Fascis im Vordergrund, ein Wahnsinnsbild.
DSC_0047b.jpg
Es ist überraschend, wie locker uns die Lotsen weiterreichen. Das habe ich weit restriktiver in Erinnerung. Liegt es daran, dass die Controller eine Formation möglichst schnell wieder aus ihrem Sektor haben wollen? Kein Wunsch wird abgelehnt, kein hartnäckiges Nachfragen wegen Clearances. So kann es weiter gehen. Auch der ehemals „frenglische“ Flugfunk hat sich total gebessert. Obwohl, einmal habe ich schon gezweifelt, ob der französische Lotse den ICAO-Sprachtest schaffen wird. Das war aber eine Ausnahme und als ob es jemand gehört hätte, blamierte ich mich kurz darauf bis auf die Knochen, als ich nach einem Frequenzwechsel den Lotsen mit "Au Revoir" begrüßte.

Landen in Frankreich: Pas de Problèm
Schließlich nähern wir uns Alès. Auf unseren Einleitungsanruf bekommen wir keine Antwort. Das war schon zu erwarten also mit Blindmeldungen rein in die Platzrunde. Die Piste liegt etwas erhöht und der kräftige NW Wind erzeugt wunderschöne Wirbel.
P1010183.JPG
So wird das Final ein toller Rodeoritt, den aber alle anstandslos meistern. Es sind dann doch ein paar Leute am Platz und wir erfahren, dass der Flugleiter dieses Wochenende Urlaub hat. Auch die Tankstelle ist geschlossen. „Ce n’est pas de Problèm“ hören wir, morgen wird ein Clubmitglied da sein und wir bekommen sicher Sprit.
DSC_0059.JPG
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Wir quartieren in einem Chalet ein, dessen Nebenhaus als sehr, sehr große Ferienwohnung umgebaut wurde.
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Die Wirtin - übrigens selbst gerade in der PPLA-Ausbildung - holt uns in zwei Etappen vom Flugplatz ab und versorgt uns gleich mit 2 Flaschen Wein. Das nehmen wir natürlich gerne an und sind schon ziemlich gut drauf, als es in ein nicht allzu prickelndes Restaurant geht. Eigentlich wars mehr ein Clubheim für Motorfreaks, das Essen so lala. Gut, wir sind ja schließlich nicht auf einer Gourmetrundreise und der Bauch wurde so auch gefüllt.
Schnell sind nach der Rückkehr aber alle in der Falle und der letzte macht das Licht aus – warum bin das immer ich?

Samstag, 30.5. ein bisserl Schlechtwetter und schon wird’s spannend!
Nach einem ausgedehnten französischem Frühstück für uns und Sprit für die Fascis machten wir uns gegen Mittag wieder auf die Reise.
Mallorca_09_0080.JPG
Völlig unerwartet war das Land heute mit niedrigem Stratus dicht. Hinzu kam wieder der kräftige Mistral, der in Bodennähe heftige Turbulenzen erzeugte. Weiter steigen war nicht drin also Zähne zusammenbeißen und Salsa mit der Fasci tanzen.
Der Funk war gut, in der Luft nicht viel los. Durchflugfreigaben waren diesmal nicht erforderlich, offensichtlich war alles deaktiviert.
Die Untergrenzen gingen aber nochweiter runter und dann stand jeder Leader vor der Entscheidung, On Top zu gehen und ein Direct zu machen oder in 800 ft an der Küste entlang. Ich entschied mich für letzteres. Uli´s Formation ging währenddessen aufs Meer raus. Was hat der vor? Der alte Fuchs hat die ATIS von Perpignan abgehört und wusste, dass dieser Dreck nur bis zu den Ausläufern der Pyrenäen geht, wie er mir später sagte. Danach wars wieder blitzblank.
DSC_0078b.jpg
Es wurde noch richtig spannend als Dominik irgendwie den Anschluss verlor und selbst mit ATC Kontakt aufnahm. Und die waren zum ersten mal auf unserer Reise etwas irritiert und verwechselten prompt die Kennzeichen. Zu guter letzt bekam jeder Flieger unserer Formation einen Squawk zugewiesen, vermutlich um wenigstens einigermaßen Ordnung rein zu bringen. Half aber auch nichts: Dominik bekam Traffic-Meldungen über den Rest der Formation und wir über Dominik. Verschärft wurde das ganze noch mit einer leichten Zweimot, die ebenfalls im Anflug auf Apuriabrava war und genau über uns im Descent flog. Auch der bekam Verkehrshinweise über die unter ihm fliegenden Fascis, nur, der konnte uns sicher nicht sehen weil wir unterm Stratus versteckt waren.

Kaum waren wir an den Ausläufern der Pyrenäen angekommen, riss es auf und die Sonne lachte uns ins Gesicht. Uli und Gefolge hörten wir schon seine Blindmeldungen im Final absetzen als wir noch gute 15 NM von LEAP entfernt waren.
An dem Platz war echt haligali, zwei fette Twin Otter waren permanent dabei Fallschirmspringer zu liften. Und trotzdem lief der gesamte An- und Abflug nur über Blindmeldungen – so gehts halt auch.
Mallorca 2009 022.jpg
Propellerverstellung die Zweite
Dominik landet zum Schluss und kaum war sein Motor aus, reißt er auch schon die Cowling runter. Ups, was den nun? Propverstellung die Zweite: einer seiner Endschalter hat den Geist aufgegeben. Er ist die ganze Strecke mehr oder weniger in Startstellung geflogen und deshalb zurückgefallen. Aber wieder hat unsere Crew vorgesorgt und schnell war ein Neuer eingebaut.

Reparatur, Tanken, Briefing, FPL aufgeben, alles dauerte eigentlich wieder viel zu lang. Erst gegen 16 Uhr standen wir wieder am Start.
Flug nach Mallorca 29.05.2009 041.JPG
Mallorca 2009 035.jpg
Seltsam, jetzt war auch der Towerfunk besetzt. Uli machte wieder die Vorhut. Dann rollen wir auf und ab geht’s. Ich bin gerade im Gegenabflug als Dominik funkt, er kehrt wieder um. Shit, war es doch nicht der Endschalter? Ich schau zum Platz rüber und trau meinen Augen nicht: ein Flieger kratzt über die Häuser wieder Richtung Piste aber in Gegenrichtung! Für mich sieht es aus wie eine Umkehrkurve, mir stockt der Atem, ich rechne mit dem Schlimmsten. Ich melde mich schon an, dass wir wieder zur Landung kommen als Dominik funkt, wir sollen oben bleiben. Erst mal Erleichterung aber was war los? Mein verbliebener Flügelmann und ich fliegen erst mal raus aufs Meer und ziehen Schleifen. Dominik kommt nicht. Über den Tower erfahren wir, dass am Ende der Piste die Fasci mit offener Cowling steht. Also doch was Ernstes? Wir warten weiter und endlich meldet sich Dominik mit einem „Ready for departure“. Wir drehen bei und fangen ihn auf. Gemeinsam geht’s aufs VOR und ich frage noch mal, ob alles für den Sprung übers Wasser klar ist. „Kein Problem“, also los.

Über Wasser Fascination gleiten
Erst in 1000 ft, dann steigen auf 3000 ft und endlich gibt’s eine Clearance für FL70. Schön langsam geht’s mit 300ft/Min nach oben, nur keine abrupte Änderung des Settings. Immer wieder sind Schiffe zu sehen, tut gut, wir sind nicht alleine.
DSC_0092b.jpg
Kaum in FL70 angekommen fange ich schon an zu rechnen, welche Strecke mit welcher Sinkrate zu schaffen ist. Es ist müßig, die Entfernungen zum Land sind einfach zu groß um im Falle eines Motorausfalls trockenen Boden zu erreichen. Also alles so einstellen, dass das Motörchen zufrieden schnurrt und gut is. Die Sichten sind hervorragend und so sehen wir schon sehr bald die Silhouette von Mallorca.
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Uli´s Formation ist nicht zu hören. Wird schon alles passen, denk ich, die sind ja auch ohne Verzögerung aufs Meer raus. Ich steck meine MP3-Player ein und bin zufrieden. Jetzt hat es diese Fascination-Formation doch tatsächlich noch geschafft, den Sprung übers Wasser zu machen, ein saugutes Gefühl!

Mehr als 20 NM vor dem VOR geht’s auch schon in den Sinkflug. An der Küste müssen wir in 1000 ft sein, mehr ist auf der Insel für die Sichtflieger zumindest im nördlichen Teil nicht erlaubt. Schön gemächlich gleiten wir der Küste entgegen, nur keinen Stress.
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Ein paar Funksprüche später und schönen Thermikgeschaukel im Tiefflug über Land ist auch schon die Piste von Son Bonet in Sicht. Direkt vor den Toren von Palma wurden hierher in den 20ern (!) die ersten Touristen gekarrt. Unter Franko war er Militärflugplatz wovon auch heute noch die weitläufige Anlage zeugt.
Wie üblich ist keiner am Funk also Blindmeldungen abgeben und sauber gelandet.
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Ulis Formation ist schon da aber es fehlt ein Fasci. Was den das? Uli lässt mich nicht zappeln, die steht ein paar Reihen weiter hinter dicken Blechfliegern versteckt. Tatsächlich sind alle Abstellflächen an diesem Pfingstwochenende besetzt. Wir müssen ins Gras und haben wieder größte Mühe, die Korkenziehererdanker in den knochentrockenen Boden zu bringen.

Nun nehm ich mir Dominik vor und will wissen, was den in Apuriabrava los war. Hat der doch beim Start seine Haube einseitig nicht verriegelt und ist deswegen noch mal zurück - richtige Entscheidung. Aber der Spot folgt ihm auf dem Fuß: „er hat schon mal für den Fall einer Notwasserung vorgesorgt“. Beim Notfallbriefing haben wir nämlich noch darüber gesprochen, kurz vor der Wasserung die Haube einseitig zu entriegeln. Na ja, die Schwaben halt.

Eigentlich wollten wir ja noch nach Ibiza nur dafür wars um 18:30 einfach zu spät. Es hatte nun auch wirklich keiner mehr Lust nach der Hitze im Cockpit noch ein kurzes aber sicher anspruchsvolles Leg zu absolvieren. Aber jetzt brauchten wir Zimmer und das zu Pfingsten mit 100.000den Deutonen auf der Insel. Über HRS haben wir dann doch noch ein gar nicht mal so schlechtes Hotel direkt am Strand zu einem annehmbaren Preis gefunden. Wir beschließen 2 Tage zu bleiben um einfach auch mal die Füße nach vorne zu strecken.
Wir wollen noch Autos mieten nur es gibt keine mehr zumindest nicht von den großen Anbietern. Wurscht, 3 Taxen bringen uns ins Hotel. Und es folgt wovon jeder schon phantasierte: ein wirklich kühles Bier!
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Pfingstsonntag, 31.5. Sonne, Strand, Ballermann
Die Erlösung: heute Ruhetag. Wir sind am Strand von Playa de Palma zwischen Can Pastir und El Arenal. Da war doch was, richtig, Ballermann! Der ist ca. 2 km Fußmarsch entfernt und den wollen wir uns auch antun. Während hier beim Hotel alles schön gesittet in typischer deutscher (Touristen-)Ordnung inkl. Reservierung der Liege mittels Handtuch, ist dort die Saufmeile schlechthin. Es sind nur grob ca. 400m Strandabschnitt, die bemerkenswerter weise den Ruf dieser in vielen Ecken wunderschönen Insel fast ruiniert haben. Disko, Junggesellenabschied und Oktoberfest auf einmal. Ein Hammer was dort gesoffen wird. Das um die Mittagszeit schon die ersten Bierleichen rumliegen stört da fast keinen.
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Schon weit hinter dieser Gaudi finden wir einen kleinen Italiener mit hervorragenden Pizzen und einem Carpacco, dass seinesgleichen sucht. Hätte ich hier zwischen Schweinshaxen, Thüringer Bratwurst usw. auch nicht vermutet. Und noch andere Ansichten begeisterten :-)
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Das Briefing für den nächsten Tag erledigen wir gleich heute.
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Weil wir hier keinen Sprit bekommen, werden wir ohne Umweg wieder das Festland ansteuern. In Perpignan wird getankt und von dort durchs Rhoenetal zurück nach Bremgarten. Uli will in Perpignan noch ein paar Tage Urlaub machen. Brauchbares Flugwetter ist vorhergesagt allerdings mit Schauern übern Meer und örtlichen Gewittern. Das lassen wir aber mal in Ruhe und Gelassenheit auf uns zukommen.

Montag, 1.6. Abflug mit Verzögerung
Früh aufstehen war angesagt! Der Flugplan für den Weg zurück wurde schon gestern aufgegeben, EOBT 0800 UTC. Zusammen mit den Mallorca-Rentnern warteten wir darauf, das Frühstücksbuffet zu stürmen. Noch mal Zeit um das Wetter zu checken: leichter Dunst über der Insel, über der See nur SCT aber wie schon vorhergesagt, wird der Wind uns diesmal schön anblasen mit 10 bis 15kt - ein laues Lüftchen gegen das, was noch kommt.

Um 9 stehen wir bei unseren Fliegern in Son Bonet. Für das erste Leg haben wir ohne Wind 1:45 Flugzeit errechnete mit Wind sicher 2:00, 4/5 davon über Wasser. Die Tankanzeigen unserer Flieger sind mehr oder weniger gleich: zuwenig! Ganz klar ein No Go zumal wenn man die Tankanzeige der Fasci kennt, die zwar die genaueste der Welt ist aber den Grundstand nicht mehr anzeigt. Und ab diesem Zeitpunkt bekommt der gestandenen Fasci-Flieger feuchte Achseln und zählt die Minuten rückwärts.
Wir wussten über ein Notam, dass es kein Avgas auf der Insel gibt. Über den Aeroclub könnte man was bekommen aber erst gegen 11 Uhr. Jeder hatte allerdings einen Reservekanister dabei (für genau diesen Zweck aber auch als Auftriebshilfe für den Fall der Fälle) deshalb gings mit dem Taxi zur nächsten Tanke. Währendessen wurde über die AIS ein Delay um 30 Minuten veranlasst. Das ist schon ein Vorteil, die ganzen Flugpläne übers Internet bei der DFS zu routen und so problemlos auch per Telefon zu ändern.

So kommen wir doch noch pünktlich in die Luft. Uli fliegt mit seiner Gruppe nun über die Berge aufs Meer raus, die andere Gruppe nimmt wieder den alten Weg übers VOR POS. Lustigerweise ist nach den Blindmeldungen auf der Platzfrequenz die nächste Frequenz "Palma Tower" also der Türmer, der auf den ca. 3 NM entfernten Flughafen Palma de Mallorca die großen Liner dirigiert. Der aktiviert unseren Plan und reicht uns weiter an Palma Approach. Wir kommen gerade in die Rushhour und es dauert fast 5 Minuten, die Formation anzumelden. Wir bekommen eine Freigabe für 3500ft, normal wären wieder nur 1000ft. Über Wasser geht sogar FL75, sehr gut. Dort sind wir frei von Wolken und können bequem cruisen. Eigentlich hätte nach etwa der Hälfte der Strecke der Frequenzwechsel zum Festland erfolgen müssen. Wir hörten zwar immer noch Palma Approach aber als kein Kontakt mehr zustande kommt, switchen wir direkt zu Barcelona Approach und informieren über den Kontaktverlust.
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Bald ist das Festland wieder in Sicht. Entlang der Costa Brava überfliegen wir viele große und kleine Ferienorte, eigentlich möchte man jetzt noch eine Woche Urlaub dran hängen. Über den Pyrenäen bauen sich weit genug weg die ersten CBs auf.
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Kaum auf der französischen Seite angekommen, geht die GS weiter in den Keller: 100 bis 110 kt, mehr ist nicht mehr drin.

Selfmademan Michael
Uli ist mit seiner Gruppe nur wenige Meilen vor uns. Er fliegt Perpignan fasst direkt auf die größere der beiden Bahnen an. Wir holen weiter aus und fliegen erst in den Gegenanflug nachdem die anderen unten sind. Immerhin ist das hier ein größerer kontrollierter Platz und da herrscht Ordnung, auch am Funk. Nach der letzten Windmeldung verspricht es ein sportlicher Einschlag zu werden mit 15 in Böen bis 30kt direkt von vorn. Das hört sich gut an, wären da nicht die Berge voraus, die für kräftige Verwirbelungen sorgen.
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Im Endteil hören wir von Michael, dass er ein Reifenproblem hat und am Taxiway steht und diesen blockiert. Sofort wird ihm vom Turm Hilfe angeboten die auch prompt bei ihm ist und hilft, seinen Flieger vom Taxiway zu schieben. Was genau los ist erfahren wir erstmal nicht weil er weder über Funk noch Handy erreichbar ist.

Das Flughafenareal ist extrem auseinander gerissen: die GA-Abstellfläche im Norden, das Terminal in der Mitte und die Tanke im äußersten Südosten. Michael ist sicher 1 km Luftlinie entfernt. Wir tanken erstmal weil dieser Prozess durch einen Haufen Papier schon ein Akt für sich ist.

Michael ist immer noch nicht erreichbar. Also in den Flieger geschwungen und Taxi requested. Bei ihm angekommen ist der Schaden kleiner als vermutet: er ist mit einem Rad in einem Wasserablauf hängen geblieben und hat sich dabei die Bremsscheibe verbogen. Micha ist Selfmademan und war schon wieder dabei, die gerichtet Scheibe zu montieren. Gemeinsam geht’s zur Zapfsäule.

Die ganze Aktion hat wieder einen Delay des FLP zur Folge und die Landegebühr wäre auch noch zu zahlen. Weil Uli in Perpignan bleibt, drücken wir ihm Geld in die Hand und er will sich um alles kümmern.
Eine Stunde später als geplant stehen wir am Startpunkt "Fascination Formation ready for departure": Ein "Formation Take off" wird gestattet was dann sicher auch ein tolles Bild abgibt - für 10 Sek zumindest. Dann fängt das Rodeo erst richtig an! Im Lee der Berge schmeißt es uns was das Zeug hält. Jeder ist kräftig am rudern um wenigstens einigermaßen auf Kurs zu bleiben. Wir steigen auf 1500ft immer noch auf Runwayheading weil ein Airliner just in diesem Moment landet und vermutlich der Missed Approach frei bleiben muss. Erst als dieser am Boden ist, dürfen wir endlich aus dem Lee und weiter steigen.

Rhonetal = Mistral!
Problemlos wird FL55 akzeptiert. Wir sind damit zwar noch unter den Wolken und haben zu den Turbulenzen noch die Thermik, weiter oben müssen wir aber mit noch mehr Wind von vorne rechnen. Also lieber ein bisserl (!) schaukeln, dafür ab und an im Schatten der Wolken und statt 90 kt auch mal 105 kt Groundspeed.

Nach endlosem Geschaukle mit einigen, teils heftigen Ablösungen, vielen durchquerten Lufträumen und Sperrgebieten sowie einen weiteren Tankstop geht’s endlich über die Grenze wieder nach Bremgarten.
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Für die Truppe aus Nordbayern wird’s nun aber fast eng, noch vor Sunset heim zu kommen. Eine kurze Verabschiedung muss aber immer drin sein bis sich dann letztendlich alle in den heimischen Stall aufmachen.

Resümee:
Eine tolle, unfallfreie Tour, deren Fernziel Mallorca blitzsauber erreicht wurde! Bedenkt man, dass dieser Trip mit (Ultra-)leichten einmotorigen Fliegern gemacht wurde, kann man getrost stolz auf diese anspruchsvolle Leistung sein. Dafür musste das volle Programm für den VFR-Streckenflug absolviert werden mit Flugvorbereitung wie Routing, Frequenzplan, Flugplan, Wetter usw. über die persönlicher (Notfall-) Ausrüstung und natürlich Notfallwerkzeug und die wichtigsten Ersatzteile für kleinere Reparaturen.

Obwohl im Formationsflug nur einer funkt, musste jeder Pilot immer hellwach jeden Frequenzwechsel exakt mitgehen um über alles informiert zu sein. Und Frequenzwechsel gabs sehr, sehr viele. Auch fliegerisch ist die Formation alles andere als bequemes dahincruisen. Klare Absprachen sind dafür unbedingt erforderlich. Durch die im Grunde gleiche Performance - auch die D4B war immer voll dabei! - lässt sich aber gut vom Fleck kommen. Alle Fascis haben ohne zu murren funktioniert, die Piloteure waren gut drauf und obwohl Formationsfliegen so noch nie vorher geübt wurde, klappte auch dieses Manöver.

Für alle, die vielleicht einmal ähnliches planen ein paar Tipps:
Kartenmaterial von Jeppesen oder mein Favorit für Frankreich: Cartabossy - zu beziehen hier: http://www.delton-aviation.fr
Die AIP für Frankreich gibt’s gratis unter
http://www.sia.aviation-civile.gouv.fr
dort auch alle Anflugblätter
Und für Spanien
http://www.aena.es
Man kann sich`s natürlich auch einfach machen und einen Jeppesen Trip Kit ordern …
Ich habs mir gleich doppelt bequem gemacht und die AIP von ganz Europa im Schläppi immer dabei. Das Programm FliteStar bietet gerade für Frankreich den Vorteil, über eine vertikale Darstellung den Luftraumsalat nach Höhenausdehnung zu ordnen und diese ggf. über oder unter zu fliegen.
Weitere umfangreiche Site: http://flyinfrance.free.fr

Für Frankreich sollte man sich folgende AIS-Tel.Nr. speichern: +33 810 437 837, Merkhilfe: +33 810 IFR VFR
Dort kann der Status des Flugplans abgefragt oder Änderungen gemacht werden.
Für grenzüberschreitenden Verkehr verlangen die Franzosen (!) einen Flugplan, das gleiche gilt für Spanien. Für Überwasserflüge ab spanischen Festland auf die Balearen oder zurück bin ich zwar nicht direkt fündig geworden, ob ein FPL vorgeschrieben ist oder nicht, dringend empfehlenswert ist er aber allemal. Nur so wird sichergestellt, dass im Fall des Falles die Rettungsmaschinerie anläuft.
Noch ein Tipp: wer seinen FPL für das erste Leg ins Ausland online über http://www.dfs-ais.de aufgibt, kann auch alle folgenden Pläne über das Onlineportal der deutschen AIS aufgeben. Der Vorteil: Änderungsmeldungen können bequem telefonisch mit Langen abgesprochen werden.

An Zusatzausrüstung hatten wir noch folgendes dabei:
• Schwimmwesten
• kleiner Signalspiegel
• 5 m Leine
• Beil oder Maurerhammer zum Einschlagen der Haube
• Auto-Warnweste (auf vielen Airports Spaniens Pflicht!)
• Gefrierbeutel… ähh = Pinkeltüte!
• 20l Reservekanister für Sprit und … "Schwimmhilfe"
• Erdnägel, Seile oder Gurte, Einschraubbolzen für Flächen + Rumpf
Und natürlich ausreichend Wasser.

Ein kleines Werkzeugsortiment, Ersatzreifen und Ersatzregler wurden über die Flieger verteilt. Gebraucht haben wir tatsächlich das Elektrowerkzeug. Ein bisschen Vorsorge kann also nicht schaden. Es muss ja nicht die komplette Werkstatt sein.

Nach der Reise ist vor der Reise! Über ein paar Fernziele kann man ja schon mal nachdenken: Sizilien, Griechenland oder gleich Ägypten oder die Kanaren?

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Re: Spanienausflug 2009

#28 Beitrag von tobik » 14.06.2009 21:38

Toller Bericht, allerbesten Dank. Da kommt doch so richtig Freude auf. :)

Bin selbst grad von Rundreise zurück (Ungarn, Romänien, Bulgarien, Istanbul, Tessaloniki, Adria1). Fliegen ist geil.

DEKOE
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Re: Spanienausflug 2009

#29 Beitrag von DEKOE » 15.06.2009 10:28

Nach der Reise ist vor der Reise! Über ein paar Fernziele kann man ja schon mal nachdenken: Sizilien, Griechenland oder gleich Ägypten oder die Kanaren?

Auf die Kanaren während eines verlängerten Wochenendes wär´mal was Neues :lol:
Titel: "Fluchtpunkt Kanaren" oder so..... mit Betankung in der Luft :?
Mit Fliegergruß
Uli

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Re: Spanienausflug 2009

#30 Beitrag von mogas » 15.06.2009 15:47

@tobik: Glückwunsch! Istanbul liegt ja auch net vor der Haustür und erst die schönen Länder durch die man durch muss um dorthin zu kommen...
Wie ich sehe, biste in Sabiha Gokcen gelandet, quasi in Asien?!? Meinen großen Respekt, das musste erst mal im Flugbuch stehen haben!

@Uli
freut mich, dass du dabei bist :lol:
Ja ja, zwei, drei Tage mehr brauch mer scho aber eigentlich ists ein Hupferl. Von Tanger GMTT geht’s an der marokkanischen Küste entlang bis gaaanz runter zum letzten Zipfel Land. Der reicht so weit, dass effektiv nicht mal 60 NM über Wasser bleiben - Mallorca war doppelt so weit!
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Ab Tanger sind es etwas mehr al 6h Flugzeit bis Fuerteventura. Und mitn Sprit machen wirs wieder so wie in Frankreich: wir warten bis einer diesen fetten Tanker vorbei kommen, stopseln an und saugen übern Rüssel ab. Fast wie Scherdel trinken ;-)
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Froh Flug


Etz mach mer erst noch unser Debriefing, nach dem 3. Scherdel wird’s eeh ausgmacht 8)

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