Hallo zusammen
ich bin Sonja, 42, und seit einem Rundflug im Sommer lässt mich das Fliegen nicht mehr los. Der Pilot flog eine Fascination, und ich habe mich direkt in das Flugzeug verliebt, auch wenn ich zugeben muss, dass ich von Technik wenig Ahnung habe.
Jetzt überlege ich ernsthaft, den UL-Schein zu machen. Ich bin gerade in einer Lebensphase, in der ich vieles neu ordne. Nach der Trennung im Frühjahr habe ich mir vorgenommen, nicht mehr alles aufzuschieben, und neue Leute kennenlernen möchte ich auch.
Meine Fragen an euch: Ist man mit 42 zu spät dran? Wie lange hat die Ausbildung bei euch gedauert, und mit welchen Kosten muss man realistisch rechnen? Und wie ist das Vereinsleben auf den Plätzen, wird man als Neue gut aufgenommen?
Ich freue mich über eure Erfahrungen.
Sonja
Mit 42 noch den UL-Schein machen?
Re: Mit 42 noch den UL-Schein machen?
Hallo,
deine Frage haben sich nicht wenige in diesem Forum auch irgendwann mal gestellt. Nun findest du hier aber fast ausnahmslos gestandene Piloten, deren Leidenschaft die Fascination ist. Schon deswegen werden dir die allermeisten hier ohne Einschränkung dazu raten, den UL-Schein (oder gleich LAPL/PPLA?) in Angriff zu nehmen!
Ich auch weil ich kann dir versichern: du bist nicht zu alt! Ein nicht kleiner Teil angehender Piloten hat die 35 deutlich durchschritten. Die Gründe sind einfach: Hausbau, Kinder in die Welt setzen und Apfelbaumpflanzen sind durch und es ist Zeit, etwas Neues anzufangen. Nicht zu vergessen: es ist Geld da, um sich diese Ausbildung, dieses Hobby zu leisten.
Meine Empfehlung: schau mal bei einer UL-Flugschule in deiner Nähe vorbei und lass dich beraten. Dann geh noch zu einer anderen und hör dir an, was die sagen. Lass dich nicht zu sehr vom Preis leiten. Schau auf das/die Flugzeuge (zwei sind immer besser als eines), wie ist die Örtlichkeit (Fliegerbaracke oder ordentlicher Hangar mit Schulungsraum), wann kann geflogen werden (Öffnungszeiten des Flugplatz!), gibt es mehrere Fluglehrer oder ist es eine One-man-show, wie viele Schüler sind aktuell am fliegen usw. usw. Ein interessierter Flugschulenbesitzer/Ausbildungsleiter wird dir geduldig alle Fragen beantworten.
Und mach einen Schnupperflug. Das wird zwar keine Fascination sein dafür aber i.d.R. ein Flugzeug ohne Allüren. Ein guter Fluglehrer sollte dir dabei sagen, dass er dir in 10 Minuten das Fliegen (Basics!) beibringt, dass du nach 3 Starts starten kannst aber wenigstens 50, 60 und vielleicht noch mehr Landungen benötigst, damit Besatzung und Flugzeug ganz bleibt.
Vertrau deinem Bauchgefühl, es muss passen! Dann kannst du entscheiden.
Aber mach dir auch ein wenig Gedanken, wie es nach dem Scheinerhalt weiter geht. Dann fängt die Fliegerei eigentlich erst an und dafür brauchst du ein Flugzeug. Wenn das Geld da ist, kauf dir eines - neu oder gebraucht - oder mach das, was die allmeisten Piloten machen, sie chartern bei der Flugschule oder sind in einem Verein (ich bin aber kein Freund von Vereinsflugschulen!). Auch eine Haltergemeinschaft ist eine Option. Nur wenn du regelmässig fliegst bleibst du im Training und lernst ständig dazu – trotz meiner gut 4000h hört das auch bei mir nicht auf.
Trau dich, pack es an. Wenn du mal mit dem Fliegervirus infiziert bist, lässt dich das nicht mehr los!
Meld dich einfach, wenn du Fragen hast
René
deine Frage haben sich nicht wenige in diesem Forum auch irgendwann mal gestellt. Nun findest du hier aber fast ausnahmslos gestandene Piloten, deren Leidenschaft die Fascination ist. Schon deswegen werden dir die allermeisten hier ohne Einschränkung dazu raten, den UL-Schein (oder gleich LAPL/PPLA?) in Angriff zu nehmen!
Ich auch weil ich kann dir versichern: du bist nicht zu alt! Ein nicht kleiner Teil angehender Piloten hat die 35 deutlich durchschritten. Die Gründe sind einfach: Hausbau, Kinder in die Welt setzen und Apfelbaumpflanzen sind durch und es ist Zeit, etwas Neues anzufangen. Nicht zu vergessen: es ist Geld da, um sich diese Ausbildung, dieses Hobby zu leisten.
Meine Empfehlung: schau mal bei einer UL-Flugschule in deiner Nähe vorbei und lass dich beraten. Dann geh noch zu einer anderen und hör dir an, was die sagen. Lass dich nicht zu sehr vom Preis leiten. Schau auf das/die Flugzeuge (zwei sind immer besser als eines), wie ist die Örtlichkeit (Fliegerbaracke oder ordentlicher Hangar mit Schulungsraum), wann kann geflogen werden (Öffnungszeiten des Flugplatz!), gibt es mehrere Fluglehrer oder ist es eine One-man-show, wie viele Schüler sind aktuell am fliegen usw. usw. Ein interessierter Flugschulenbesitzer/Ausbildungsleiter wird dir geduldig alle Fragen beantworten.
Und mach einen Schnupperflug. Das wird zwar keine Fascination sein dafür aber i.d.R. ein Flugzeug ohne Allüren. Ein guter Fluglehrer sollte dir dabei sagen, dass er dir in 10 Minuten das Fliegen (Basics!) beibringt, dass du nach 3 Starts starten kannst aber wenigstens 50, 60 und vielleicht noch mehr Landungen benötigst, damit Besatzung und Flugzeug ganz bleibt.
Vertrau deinem Bauchgefühl, es muss passen! Dann kannst du entscheiden.
Aber mach dir auch ein wenig Gedanken, wie es nach dem Scheinerhalt weiter geht. Dann fängt die Fliegerei eigentlich erst an und dafür brauchst du ein Flugzeug. Wenn das Geld da ist, kauf dir eines - neu oder gebraucht - oder mach das, was die allmeisten Piloten machen, sie chartern bei der Flugschule oder sind in einem Verein (ich bin aber kein Freund von Vereinsflugschulen!). Auch eine Haltergemeinschaft ist eine Option. Nur wenn du regelmässig fliegst bleibst du im Training und lernst ständig dazu – trotz meiner gut 4000h hört das auch bei mir nicht auf.
Trau dich, pack es an. Wenn du mal mit dem Fliegervirus infiziert bist, lässt dich das nicht mehr los!
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René
a mile of highway will take you a mile, but a mile of runway will take you anywhere!
Re: Mit 42 noch den UL-Schein machen?
Nicht überlegen, MACHEN.
Hast alle Grundvoraussetzungen dazu.
Hast alle Grundvoraussetzungen dazu.